ECMJ 2026: Europa zu Gast in der LBS Eggenburg
Die Landesberufsschule Eggenburg war von 3. bis 5. Juni 2026 Gastgeber der European Car Mechanic Junior Competition (ECMJ) und durfte Teilnehmer, Delegationen und Ehrengäste aus ganz Europa willkommen heißen.
Neun Nationen – Estland, Frankreich, Litauen, Nordmazedonien, Polen, die Slowakei, Tschechien, die Türkei und Österreich – entsandten ihre besten Nachwuchs-KFZ-Techniker zum internationalen Wettbewerb. Spanien nahm erstmals als Beobachternation an der Veranstaltung teil.
Bereits die feierliche Eröffnung machte deutlich, welchen Stellenwert die ECMJ Competition für die berufliche Ausbildung in Europa besitzt.
Begleitet vom Bürgerkorps Eggenburg marschierten die Teilnehmer mit den Fahnen ihrer Nationen ein. Die feierliche Fahnenhissung, Salutschüsse der Schützen sowie eine Flugvorführung sorgten für einen eindrucksvollen Auftakt und begeisterten Teilnehmer wie Gäste gleichermaßen.
Im Mittelpunkt der folgenden Tage standen die Wettbewerbe selbst. Die Teilnehmer mussten ihr Fachwissen in einem theoretischen Test sowie an neun anspruchsvollen Praxisstationen unter Beweis stellen. Gefragt waren Fachwissen, Genauigkeit, Problemlösungskompetenz und handwerkliches Können.
Neben dem Wettbewerb spielte auch der internationale Austausch eine zentrale Rolle. Während die Teilnehmer um die besten Ergebnisse kämpften, trafen sich die Schulleitungen und Delegationsleiter aller teilnehmenden Länder zum Directors Meeting. Dabei wurden wichtige Weichen für die Zukunft der ECMJ Competition gestellt und ein neues Reglement für kommende Wettbewerbe beschlossen.
Ebenso wichtig wie der Wettbewerb war das umfangreiche Rahmenprogramm, das den Gästen die Region und ihre kulturellen Besonderheiten näherbrachte.
Große Begeisterung löste der Besuch von Kollers Oldtimer-Museum aus. Die beeindruckende Sammlung historischer Fahrzeuge bot faszinierende Einblicke in die Entwicklung des Automobils und wurde von den internationalen Gästen mit großem Interesse aufgenommen.
Auf dem Programm standen außerdem eine Stadtführung durch das mittelalterliche Eggenburg mit historisch gewandeten Stadtführern, ein Ausflug zur Rosenburg mit ihrer eindrucksvollen Schlossanlage und der bekannten Greifvogelschau sowie ein Besuch des österreichischen Parlaments in Wien.
Auch die Abende boten Gelegenheit für Begegnungen, Gespräche und neue Freundschaften. So wurde die internationale Gemeinschaft nicht nur in den Werkstätten, sondern auch abseits des Wettbewerbs gelebt.
Den feierlichen Abschluss bildete die Siegerehrung in der LBS Eggenburg.
Zahlreiche Ehrengäste aus Bildung, Politik und Wirtschaft würdigten dabei die Leistungen der jungen Fachkräfte.
In der Einzelwertung setzte sich Augustin Elbel aus Frankreich durch, gefolgt von Artiom Gavrilcenko aus Litauen und Alexander Sochovic aus Tschechien. In der Teamwertung, die sich aus den addierten Leistungen der beiden Teilnehmer eines Landes ergab, sicherte sich Litauen mit Artiom Gavrilcenko und Tatvydas Janoris den Gesamtsieg und damit den traditionellen Wanderpokal der ECMJ Competition, der durch Christoph Klinger, ehemaliger Schüler der LBS Eggenburg und Gesamtsieger der ECMJ Competition 2025 in Litauen, überreicht wurde. Platz zwei ging an Frankreich mit Augustin Elbel und Rafael Garruzzo, Rang drei an Polen mit Filip Chalupka und Jacek Nowak.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzten die beiden österreichischen Teilnehmer Michael Kainz und Benjamin Fehringer. Als Vertreter des Gastgeberlandes nahmen sie traditionsgemäß außer Wertung am Wettbewerb teil. Dennoch erreichten sie die höchste Punkteanzahl des gesamten Bewerbs und bestätigten damit eindrucksvoll das hohe Ausbildungsniveau an der LBS Eggenburg.
Ein weiterer Höhepunkt der Schlussveranstaltung war die feierliche Übergabe der ECMJ-Fahne an Nordmazedonien. Damit wurde die Verantwortung für die Austragung der European Car Mechanic Junior Competition 2027 offiziell an das nächste Gastgeberland weitergegeben.
Eine Veranstaltung dieser Größenordnung kann nur gelingen, wenn viele Menschen, Institutionen und Partner gemeinsam an einem Ziel arbeiten.
Die LBS Eggenburg bedankt sich daher bei allen, die mit ihrem Engagement, ihrer Unterstützung und ihrer Begeisterung zum Erfolg der ECMJ 2026 beigetragen haben.
„Jeder Einzelne hat auf seine Weise zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen. Dafür bin ich von Herzen dankbar“, meint Direktorin Belinda Kalab.
Die vergangenen Tage haben eindrucksvoll gezeigt, wie europäische Zusammenarbeit, berufliche Exzellenz und persönliche Begegnungen Menschen verbinden können. Mit zahlreichen neuen Freundschaften, wertvollen Erfahrungen und bleibenden Erinnerungen endet für Eggenburg eine außergewöhnliche internationale Veranstaltung.
Die Reise der ECMJ Competition geht nun weiter – 2027 in Nordmazedonien…
Fotos folgen …
